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Informationen für Hundehalter


Bitte nehmen Sie Rücksicht, wenn Sie mit Ihrem Hund Gassi gehen!

Hunde sind Freunde des Menschen, Spielgefährten für unsere Kinder und treue Partner für Jung und Alt. Deshalb mögen viele Menschen den sympathischen Vierbeiner – ihre Hinterlassenschaften dagegen nicht. Leider räumen nicht alle Besitzer das Geschäft ihres Haustieres weg, wenn es nötig ist. Warum stellt Hundekot auf landwirtschaftlich genutztem Grünland für Landwirt ein Problem dar? Hierüber wollen wir Sie mit diesem Text über den Zusammenhang zwischen Erregern im Hundekot, gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie über die gesetzlichen Vorschriften informieren.

Grünland als Futtergrundlage

Die heimischen Weiden und Wiesen dienen als Futtergrundlage für Rinder, Schafe, Pferde und Ziegen. Die Verunreinigung des Futters mit Hundekot ist eine große Gefahr für die Gesundheit unserer Tiere. Insbesondere für trächtige Rinder.

Hundekot ist nicht gleich Kuhfladen

Warum ist Hundekot nicht gleich wie Kuhfladen? Bei dieser Frage muss zwischen Fleisch- von Pflanzenfressern unterschieden werden. Denn die Übertragung von Krankheiten auf die Pflanzenfresser erfolgt hauptsächlich durch Kot von Fleischfressern.

Fehlgeburten beim Rind

Neospora caninum ist ein einzelliger Parasit und weltweit mit der häufigsten Ursache für Fehlgeburten beim Rind. Der Hund ist bisher der einzig bekannte Endwirt des Parasiten. Als Zwischenwirt gilt unter anderem das Rind. Bisher ist kein Medikament bekannt, das eine Infektion beim Rind wirksam bekämpfen kann. Eine vorbeugende Impfung ist in Deutschland nicht zugelassen. Eine Übertragung auf den Menschen ist nicht bekannt.

Was können Hundehalter tun?

  1. Hundekot aufsammeln
  2. Auf Wegen bleiben
  3. Hunde anleinen

Bedenken Sie:

Nach den Vorschriften des Landesnaturschutzgesetzes dürfen landwirtschaftlich genutzte Flächen während der Nutz Zeit nicht betreten werden. Nutz Zeit ist bei Grünland die Zeit des Aufwuchses und der Beweidung, also der Zeitraum zwischen Anfang März bis Ende Oktober. Dieses Betretungsverbot gilt selbstverständlich auch für Hunde. Wer die freie Landschaft betritt, ist verpflichtet, von ihm abgelegte Abfälle oder die Hinterlassenschaften seines Hundes wiederaufzunehmen und zu entfernen.

Unser gemeinsames Ziel:

Rechtlich gesehen ist die Verunreinigung durch Hundekot eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße belegt werden. Unser gemeinsames Ziel sind gesunde und zufriedene Tiere – Hunde ebenso wie Rinder, Schafe, Ziegen oder Pferde.

Als verantwortungsbewusste Hundehalter bitten wir Sie: Halten Sie Ihren Hund von Feldern und Wiesen fern oder entfernen Sie dort abgelegten Hundekot unverzüglich.

Danke, dass Sie auf Ihren Hund achten!